MUSIKALISCHE LEITUNG Barbara Rucha
ARRANGEMENTSBarbara Rucha
AUSSTATTUNGAngela Loewen
DRAMATURGIEKai Tuchmann
MUSIKConcerto Würzburg
MBIRA & GESANGVirginia Mukwesha
ORGEL POSITIVUlrich Pakusch
MIT:Edith Abels
Christina Motsch
Klaus Müller-Beck
Robin Bohn
Philip Reinheimer
Christian Taubenheim
Issaka Zoungrana
Gesangsquartett der
Hochschule für Musik

„,Unabhängig von Alter und Geschlecht – jede und jeder kann der ‚Schwarze Mann‘ sein, der seine ihm von den anderen zugewiesene ‚Rolle‘ möglichst schnell an den nächsten weitergeben will. Wie im Kinderspiel! (…) Dabei gelingt dem Würzburger Haus eine packende Inszenierung für alle Sinne, die die Besucher fordert, aber auch mitnimmt auf eine Reise in neue, ungewöhnliche, aufregende Theatergefilde.“

Mainpost, 13.6.11 , Manfred Kunz

,,Die Inszenierung kombiniert sehr einfache und höchst diffizile Formen und Bewegungen miteinander – stilistisch neu und immer stimmig. Sie schafft Bilder, die bleiben. (…) Trotz vorzüglicher Musik fällt das Ergebnis nicht unter kulinarisches Theater, ‚Soliman‘ unterhält auch nicht, sondern skizziert ein Thema für künftige Fragestellungen.“

Kulturgut Nr.6, Theater, 29.6.2011

,,Es ist ein simpler, aber feiner Kniff von Regisseurin Eva-Maria Höckmayr, aus dem im Historischen verhafteten Stück von Ludwig Fels Grundsätzliches herauszuarbeiten. Wo liegen die Mechanismen von Ausgrenzung? Wo und wie geschieht Diskriminierung – damals und heute? (…) Ja, sie bringen sehr viel zusammen am Mainfrankentheater in sehr kurzweiligen 70 Minuten. Dieser gelungene Theaterabend ist Aussage genug.“

Nachtkritik, 11.06.11, Alice Natter

,,Die Inszenierung von Eva-Maria Höckmayr verfolgt dabei einen sehr interessanten Ansatz. Als Clou der Veranstaltung stellt sich die ständig wechselnde Rollenbesetzung heraus. (…) ,Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?‘ ruft Soliman und gibt die Maske und damit die Rolle weiter. Die Auswahl scheint willkürlich und vollzieht sich auf der Bühne. (…) So endet die mutige und fesselnde Inszenierung mit einem bedrückenden Ohmachtsgefühl angesichts solcher Souveränität, die dem Fremden letztlich doch nur einen Platz im Museum zugesteht.“

Main-Netz, Juni 2011, Franz Mages

,,Für die Opferrolle reicht es, in der Haut eines Opfers zu stecken. Deshalb teilen sich sieben Schauspieler sechs Rollen, in die sie abwechselnd schlüpfen, indem sie sich die dazugehörigen Riesenköpfe aufsetzen, während von der Decke Menschentorsi baumeln. Mit dieser radikalen Ent-Individualisierung der Rollen zeigen Höckmayr und ihr Ensemble die enorme denkerische Plumpheit der Mechanismen von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. (…) Und weil diese mit allerlei Verfremdungseffekten hantierende, zupackende Inszenierung die allgemeine Humanität so schön vor die verschiedenen kulturellen Hintergründe des Menschen stellt, geht sie noch einen Schritt weiter und lässt derlei Hintergründe vordergründig ablaufen: Untermalt wird die Handlung durch auf der Bühne gespielte und gesungene zeitgenössische europäische Musik und Weisen der schwarzen Mbira-Spielerin und Sängerin Virginia Mukwesha.“

Nürnberger Nachrichten, 17.06.2011 , Christian Muggenthaler

„,Das musikalisch-ironisch kommentierende Wechselspiel von Verbergen und Offenbaren von Gefühlen und Anschauungen lässt die Würzburger Inszenierung bis zur letzten Minute zu einem künstlerisch-ästhetischen Genuss werden.“

Südwest Presse, 16.6.2011, Felix Röttger

,,Aufklärung schützt vor Missachtung menschlicher Regeln nicht. (…) Im Mainfrankentheater Würzburg hielt nun die interessante Aufbereitung des Stücks ,Soliman‘ von Ludwig Fels dem Publikum einen nachdenklich stimmenden Spiegel vor. (…) In kurzen Szenen wird deutlich, dass unter dem Deckmantel einer scheinbar menschenfreundlichen und wissenschaftlich interessierten Gesellschaft eine inhumane Gesinnung lauert. Langer Beifall.“

Bayerische Staatszeitung Nr.24, 17.6.2011, Renate Freyeisen