LES TROYENS. Berlioz

MUSIKALISCHE LEITUNG John Nelson
BÜHNEJens Kilian
DRAMATURGIENorbert Abels
KOSTÜMSaskia Rettig
LICHTOlaf Winter
CHORTilman Michael
CHOREOGRAFIE/TANZMartin Dvorak
KOMPARSERIEBühne Frankfurt
MIT:Tanja Baumgartner
Claudia Mahnke
Bryan Register
Judita Nagyova
Martin Mitterrutzner
Gordon Bintner
Opernchor
Alfred Reiter
Michael Porter
Elizabeth Reiter
Barbara Zechmeister
Brandon Cedel
Thomas Faulkner
Daniel Miroslaw
Dietrich Volle
Alison King
Thesele Kemane
Martin Dvorak
Irene Bauer
Zusatzchor Frankfurt
Extrachor

,,Im Grunde unspektakulär und ohne Exaltation erzählt Regisseurin Eva-Maria Höckmayr in den ersten beiden Akten eine spannende, beklemmende Kriegsgeschichte, zentriert um die dominierende Kassandra-Figur von Tanja Ariane Baumgartner. (…) Packend auch der klug und vokal eindringlich nachgezeichnete Weg Didons (Claudia Mahnke) von der imperialen Grande Dame zur hochdramatisch alle Facetten von Leidenschaft, Wut, Trauer und Lähmung ausschöpfenden Verlassenen.“

Hans-Klaus Jungheinrich, Opernwelt April 2017

,,Tanja Ariane Baumgartner ist eine große Sängerdarstellerin und eine charismatisch leuchtende, volumenstarke Cassandre. Die glühende Wucht, die verzweifelte Zärtlichkeit, die sie in ihre Stimme legt, als es gilt, den Geliebten zu retten, führt schnurstracks zu einer der ersten Frankfurter Opernsternstunden des Abends, bei denen man das Atmen für kurze Zeit vergisst. Aber auch er, der tapfere Chorèbe (Gordon Bintner), glaubt ihr erst, als es zu spät ist.

Überhaupt: Die Frauen! Fast alle sind den Männern in dieser Produktion eine gute Klasse voraus. Das gilt, außer für die Baumgartner, vor allem für Claudia Mahnke, die als Dido im zweiten Teil („Die Trojaner in Karthago“) das Regiment führt: Sie macht, als eine Königin der Herzen, eine grandiose Entwicklung durch, die von kalter Staatsräson über die heiße Privataffäre bis zur Selbstauflösung führt. (…) Eva-Maria Höckmayr und ihr Ausstatter Jens Kilian entschieden sich mutig für handfeste Folklore. Schatten, Licht und Video setzen sie, mit Hilfe von Olaf Winter und Bert Zander, raffinierter ein.“

Eleonore Büning, FAZ, 21.2.2017

,,Regisseurin Eva-Maria Höckmayr hat gemäß dieser Deutung die nötigen Elemente akkurat aus Berlioz’ Libretto und Komposition herausgearbeitet. (…) Und obwohl also alles mit einer mentalen Verbeugung vor der Vorlage ausgeführt ist – perfektionistisch, klassisch, geordnet – täuscht an diesem Sonntagabend bei der Premiere der über vier Stunden langen Oper nichts darüber hinweg, was in ihrem Kern verhandelt wird. Sie zentriert sich, klassischer hätte Berlioz es nicht stricken können, um die tragische Liebesgeschichte, die sich zwischen dem etwas verwirrten Aeneas und der liebesdurstigen Dido entfaltet, und die unweigerlich in der Abreise des einen und im Selbstmord der anderen münden muss.“

Ekaterina Kel, Die deutsche Bühne, Februar 2017

,,Dabei bindet Nelson die vielen wilden Einzelheiten, die oft spektakulären Mini-Effekte in eine große Linie ein, breitet das Geschehen in einem mächtigen, sich nie aufstauenden Fluss aus. Diesen nimmt die Regisseurin Eva-Maria Höckmayr in ihrer Inszenierung auf und setzt immer wieder die Drehbühne ein, ohne dass es je aufdringlich wird. (…) Zentraler Ort ihrer Lesart ist eine Art Ball- oder Rittersaal, ein säulengesäumter Prunkraum – mit Edelholzwänden in Troja, mit luftigen, weißen Vorhängen in Karthago. Hier erkundet Höckmayr Stück und Figuren und versucht in erster Linie Berlioz‘ Musik und seine ungewöhnliche Tableau-Dramaturgie hör- und erfahrbar zu machen. (…) erfindet aber eine starke, symbolkräftige Bildwelt samt riesigem Pferd und vermittelt vor allem Berlioz‘ kruden Stückaufbau, etwa die Abhandlung des trojanischen Krieges in zwei Akten, als Freude über die Ankunft des Pferdes und als Moment der Niederlage in der schon lange tobenden Schlacht, beides fast ohne äußere Handlung. Auf der anderen Seite gelingen großartige Passagen, etwa der gesamte vierte Akt, in dem Höckmayr so behutsam wie dicht die Entwicklung von Dido und Énée von Verliebten zu Liebenden nachzeichnet. Hier bannt jede Einzelheit, wird man durch Merkurs, von Thomas Faulkner wunderbar elastisch geschmetterten „Italie!“-Rufe fast genauso aus dem Traum gerissen wie das Liebespaar. Höckmayr präsentiert das mythische Geschehen als eine als eine Art überzeitliche Parabel. Das Private kippt ständig ins Politische, der Krieg in die Familienaufstellung. Dazu bauen die wechselnden Schauplätze auf der Drehbühne, die Tänzer und Statisten immer wieder eine Parallelwelt auf, ein Gespinst von Göttern, Toten, Ängsten und Sehnsüchten.“

Andreas Falentin, Concerti, 20.2.2017

,,In den ersten eineinhalb Stunden geht es um das Große und Ganze des Dramas Krieg. Auf der Bühne, deren Tiefe einem selten so bewusst wird wie in diesen „Les Troyens“, kontrastieren der pompöse, geschlossene Innenraum des königlichen Palastes mit den weiten oder kleinen Plätzen des Volkes. Es scheint unendlich viele Orte zu geben, rasend schnell wechseln Schauplätze, überall Menschen, mal in Massen, dann vereinzelt oder in kleinen Gruppen. Das Schicksal, die Drehbühnen und vor allem die Musik schleudern die Zuschauer erbarmungslos in einen Rausch. Und überall ist sie: Cassandre, die die Zukunft kennt, Cassandre, der niemand zuhören will. Tanja Ariane Baumgartner dürfte mit der Rolle der Seherin die ihres Lebens gefunden haben. (…) „Les Troyens“ von Hector Berlioz fordern die Musiker und Zuschauer aufs Äußerste. Man kann angesichts des megalomanen Unterfangens verzweifeln und aufgeben oder sich mit Haut und Haaren hingeben und einen unvergesslichen Klang- und Bildrausch erleben, in dem man noch lange gefangen bleibt.“

Andrea Richter, Faust Kultur, Februar 2017

,,Die grandiose Tanja Ariane Baumgartner starrt als Kassandra mit weit aufgerissenen Augen in die düstere Zukunft. Mord und Totschlag werden, in Anlehnung an die antike Tragödie, dann aber nicht auf der Bühne gezeigt, sondern nur besungen. (…)Die wunderbaren Sängerdarsteller Claudia Mahnke und Bryan Register kämpfen sich als skrupulöse Karthagerkönigin Dido und windiger Trojanerheld Aeneas durch ein Wechselbad der Gefühle: Dem toten Ehemann gehorchen oder der Liebe nachgeben? (…)Ein schlüssiges Schlussbild in Eva Maria Höckmayrs insgesamt achtbarem Versuch, Berlioz Opern-Mammut ganz ohne plumpe Aktualisierungszitate zu zähmen.“

Ursula Böhmer, SWR 2 Journal am Mittag, 20.2.17

,,(…) die jüngste Inszenierung an der Oper Frankfurt beweist, dass sie trotz Ihrer Länge und ihrer zwei Geschichten das Publikum fesseln kann. Regisseurin Eva-Maria Höckmayr, deren Romeo und Julia auf dem Dorfe-Inszenierung an der Oper Frankfurt noch in guter Erinnerung ist, wurde für die anspruchsvolle Aufgabe einer Neuinszenierung von Les Troyens verpflichtet. Mit ruhiger Hand führt sie durch die ständig zwischen dramatischer Aktion, Berichten und lyrischer Meditation wechselnde Handlung, bringt dabei, unter Einsatz der großen Drehbühne, die großen Chormassen schnell und sinnvoll auf die Bühne. Und schafft dennoch kammermusikalische Intimität und Nähe.(…)“

Markus Gründig, Kulturfreak, Februar 2017

,,In dem ersten Teil der „,Trojaner“ hat die Regisseurin Kassandra in den Mittelpunkt gestellt. Auf dem Vorhang erscheint ihr ernstes Gesicht – alias Sängerin Tanja Ariane Baumgartner. Wie sie die Kassandra singt und spielt, ist eine Wucht. Fulminant ihre Stimme, von fein differenzierend bis verzweifelt rasend setzt sie sie ein, faszinierend ihr Spiel, ihre kleine Performance mit der Kriegsfigurine (Choreograf und Tänzer Martin Dvorák). Ihre schlanke, autoritär wirkende Figur überzeugt als Kassandra. (…) Eva-Maria Höckmayr – sie inszenierte in Frankfurt „A Village Romeo and Juliet“ – ist eine erfahrene, mehrfach ausgezeichnete Regisseurin. Sie verantwortet die Inszenierung dieser „Trojaner“. Sie beweist eine psychologisch einfühlsame Führung der Personen – vor allem von Kassandra, Dido und Aeneas. Geschickt bewegt sie den Chor. Einfallsreich, wie sie Geister- und Kriegsfigurinen Kassandra und Dido begleiten lässt.“

Renate Feyerbacher, Feuilleton Frankfurt, 23.2.2017

,,Eva-Maria Höckmayr (Regie) und John Nelson (musikalische Leitung, dazu ein ausgewiesener Berlioz Spezialist), gelingt mit dieser Produktion ein rundum üppiges, stellenweise grandioses Epos, mit starken musikalischen und schauspielerischen Szenen, das durchaus zeitenübergreifende Probleme wie Flucht, Emigration, Gewalt aufgreift, aber nicht in eine oberflächliche Aktualisierung eines Flüchtlingsdramas abgleitet. (…) Mit raschen Wandlungen der Szenen, einer sich ständig bewegenden Drehbühne, bizarren Kostümen, welt- und seelenöffnenden Videoeinblendungen und viel gekonnten Tanz- und Balletteinlagen wurden die vier Stunden zu einem kurzweiligen Seherlebnis. Hier reizte man das gesamte technische Know-how der Opernbühne in bester Manier aus. Eine Operninszenierung, die in dieser Hinsicht in die Zukunft weist.“

www.hboscaiolo.blogspot.de, Februar 17

,,Da ist eine kluge Inszenierung zu besichtigen, die die Klammer zwischen den beiden Teilen und damit die heute weitgehend übliche Entscheidung, das Ganze an einem Abend zu präsentieren, einsichtig macht. Ist diese Klammer in der Partitur mit den Motiven des trojanischen Marsches bereits angelegt, wird sie wie selten durch das Regiekonzept plausibel. Eva Maria Höckmayr, notabene wie 1983 eine Regisseurin, fokussiert das Geschehen auf den Typus der Frau, die sieht, erkennt, bewahren und lieben will. Einmal ist sie Seherin, zum anderen Lenkerin der Staatsgeschäfte. So unterscheiden sie sich eminent und verschmelzen doch psychologisch im finalen Scheitern. Zum Menschen hier wird alles Sein. (…) Von Anfang an entzieht sich Höckmayr der Anbiederung an aktuelle Zustände und Debatten durch die radikale Auflösung aller natürlichen Schauplätze.“

Ralf Siepmann, O-Ton, Februar 2017

,,Der erste Eindruck der Inszenierung von Eva-Maria Höckmayr an der Frankfurter Oper ist der einer monumentalen Projektion des von visionärer Sorge gezeichneten Gesichts der Kassandra auf einem Gazevorhang. Mit derlei Überblendungen arbeitet die Regisseurin über den ganzen Abend hinweg immer wieder, (…). Eine Bild um Bild klarsichtig durchgearbeitete, zutiefst eindrückliche Inszenierung.“

Allgemeine Zeitung Kassel, Stefan Michalzik, 22.2.2017

,,Den unausweichlichen Fall Trojas am Ende des zweiten Akts inszeniert Regisseurin Eva-Maria Höckmayr bemerkenswert distanziert, indem sie naheliegenden Bühnennaturalismus verweigert (etwa die kollektive Selbsttötung Cassandras gemeinsam mit den trojanischen Frauen, um den griechischen Erobereren nicht in die Hände zu fallen) und die Dramatik allein der Musik überlässt. (…) Mit zahlreichen szenischen Details setzt die Regisseurin interessante Akzente zur Deutung, etwa mit skulpturartigen Figuren, die sich wie Pallas Athene im ersten Teil in die Szene einschleichen.“ 

Christoph Wurzel, Bachtrack, März 2017

,,Tanja Ariane Baumgarten ist eine gepeinigte Cassandre, die nirgendwo dazugehört – weder in den an die 1920er Jahre erinnernden Art Déco-Salon der trojanischen Elite – noch in die antikisierende Außenwelt des Volkes, das sich über das trojanische Pferd zunächst noch freut. Sie schaut die Zuschauer zu Beginn – projiziert auf einen Zwischenvorhang – und auch später direkt an, ihr Inneres nicht verbergend, doch auch wissend, dass alle Wehklage umsonst sein wird. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt des ersten Teils, und Tanja Ariane Baumgarten spielt und singt mit großer Intensität. (…) im zweiten Teil entwickelt die Regisseurin Eva Maria Höckmayr eine größere emotionale Dichte – was im schönen „Kontrast“ zur Musik steht, die die Emotionalität zunächst nicht vordergründig bescheinigt und erst langsam, dann aber deutlich entfaltet. Insbesondere in den intimen Momenten der Zweisamkeit von Didon und Enée beweist sie eine gut geführte Personenregie. Die von Liebe zerrissene Didon wird von Claudia Mahnke stimmlich (mit einer schönen Höhe ) und darstellerisch jederzeit beglaubigt und sehr beeindruckend dargestellt.“

Ljerka Oreskovic Herrmann, Ioco, 13.3.2017

,,Starke Bilder und Charaktere, starke Chöre und ein üppig besetztes Opern- und Museumsorchester in blendender Form. Hector Berlioz‘ ‚Trojaner‘ erfüllen in Frankfurt auch von der Spieldauer her die XXL-Norm. Eva-Maria Höckmayr hat den Opern-Fünfakter nach Teilen der „,Aeneis“ von Vergil als Tragödie zweier Powerfrauen inszeniert und hält die Spannung bis auf wenige Abstriche über fünf Stunden lang. (…) Viel Personal also auf der Bühne – und die Tatsache, dass lediglich der US-Tenor Register Gastsänger ist, spricht für die Qualität des Frankfurter Ensembles, das zur Premiere viel Beifall erhielt.“

Klaus Ackermann, Offenbach Post, 21.2.17

,,Eva-Maria Höckmayr und ihr Bühnenbildner Jens Kilian verlegen das Antikendrama nach Vergils „Aeneas“ in die Entstehungszeit der Oper und damit in die beginnende Kolonialepoche. Braune, imperialistische Säulen, die langgezogenen Kanonen gleichen, bebildern eindrucksvoll in beiden Teilen die familiären Machtzentren Trojas und Karthagos. Darüber hinaus unterzieht Höckmayr ihren männlichen Helden Énée einer kritischen Sicht durch die beiden weiblichen Hauptfiguren, durchaus im Sinne des Komponisten. Auch aus Berlioz´ Sicht ist Énée sowohl für den Untergang von Troja verantwortlich, weil er den Warnungen Kassandras nicht vertraut, als auch für den Untergang Karthagos und seiner Königin Didon. Als trojanische Kampfmaschine hört er lieber auf die Anweisungen des toten Geistes Hector als auf seine Geliebte und verlässt Karthago, um Troja in Italien neu zu errichten. Kein Wunder, dass Saskia Rettig ihn und seine trojanischen Mitstreiter in unreife Pfadfinderkostüme mit kurzen Hosen steckt und ihnen martialische Erobererstiefel verpasst. Auch der Einfall Höckmayrs, den angeblichen Helden Énée auf einem Kostümfest als stumpfen Mit-Vergewaltiger zu entlarven, nachdem er seiner Didon bei der Unterwerfung der afrikanischen Truppen geholfen hat – „es ist der Gott Mars, der uns vereint“-, passt in die gut überlegte Sicht.“

Bettina Boyens, Musik Heute, 20.2.17

,,So beglaubigen die beiden Ausnahmesängerinnen bereits durch ihre Präsenz den Regieansatz. (…) Dabei entstehen in den antikisierenden Kulissen mit Edelholzimitation von Jens Kilian durchaus starke Bilder. Die omnipräsenten Massenchöre werden von der Regisseurin immer wieder zu wirkungsvollen Tableaux vivantes arragiert und von Olaf Winter dramatisch ausleuchtet.“

Michael Demel, Der Opernfreund, Februar 2017

,,Diese Inszenierung an der Oper Frankfurt ist ein höchst gelungener Wurf, höchst klug, pausenlos spannend, wunderbar anzuschauen, und keine Nummer, keine Szene ist beliebig, selbst jede Ballettnummer mit der Handlung und der Thematik des Ganzen verknüpft, sodass einem die ungestrichene Fassung, die hier gespielt wird, als völlig und einzig richtig vorkommt. (…) Höckmayr kennt den Mythos und die Aeneis offensichtlich sehr genau und setzt bei Berlioz wenig markante Elemente und Personen wieder in ihr Recht ein. So sehen wir in der trojanischen Königsfamilie auch, ganz in Schwarz, Helena, die zu all dem Geschehen – nichts zu sagen hat. Die Familie ist übrigens auch während Cassandres Untergangsvision, ihrer Arie zu Beginn des 1. Aktes, anwesend, glaubt, Apollos Fluch erfüllend, der etwas peinlichen bis lästigen Verwandten ihre Prophezeihungen nicht. Auch Andromaques Melodram gehört weitgehend Cassandre, die dabei Astyanax‘ trauriges Schicksal vorhersieht, abermals zum Ärger der Familie. (…) Während des kurzen Orchesternachspiels nach dem energisch gesungenen Hasschor der Karthager gegen die Trojaner dreht sich die Bühne noch einmal zum Festsaal, wo von allen verlassen und vergessen die tote Didon liegt, mit dem Rücken zum Publikum, antiheroisch und darin umso erschütternder, mächtiges letztes Bild einer exemplarischen Interpretation des alles andere als eindeutigen Werks.“

Samuel Zinsli,Operalounge, März 2017

,,Die Regisseurin, Eva Maria Höckmayr verstand es, die große Drehbühne mit ihren vielen unterschiedlichen Handlungsebenen, ideal zu nutzen. Die Personenführung, insbesondere der Massenszenen und der „,Auftritt“ des übergroßen „,Trojanischen Pferdes“ gelangen besonders eindrucksvoll, wobei der für das Bühnenbild verantwortliche Jens Kilian lobend zu erwähnen ist. (…) Ganz besonderen Anteil am Gelingen des Abends hatten der Chor, Extrachor und Kinderchor des Hauses. Darstellerisch und vor allen Dingen in der stimmlichen Umsetzung der sehr anspruchsvollen Chorszenen: einfach grandios!

Eine fulminante, überaus gelungene Produktion.“

Godenrath, www.svensopernparadies.wordpress.com, 29.3.2017